Neue Leitlinie zu evidenzbasierten Gesundheits­informationen erschienen

Eine neue „Leitlinie evidenzbasierte Gesundheitsinformation“ haben das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin und die Fachwissenschaft Gesundheit der Universität Hamburg vorgestellt. An der Entwicklung haben während der vergangenen fünf Jahre Vertreter aus 22 Institutionen und Verbänden sowie drei Patientenvertreter mitgearbeitet. Die Leitlinie richtet sich an die Ersteller von Gesundheitsinformationen. Ziel ist es, die Qualität von Gesundheitsinformationen zu verbessern. Dafür umreißt sie die Inhalte, die kommuniziert werden sollen, und die Darstellung der Informationen.

„Evidenzbasierte Gesundheitsinformationen zielen auf die Verbesserung der Versor­gung ab. Sie sind eine Voraussetzung für informierte Entscheidungen“, heißt es in der Einleitung der Leitlinie. Bürger wollten mehr und vor allem glaubwürdigere Infor­mationen und eine größere Beteiligung an der Entscheidungsfindung.

Das Recht von Patienten auf evidenzbasierte Informationen begründe sich zudem aus einem ethi­schen und rechtlichen Anspruch heraus, so die Leitlinienautoren. Der selbstständige Umgang mit einer langwierigen Erkrankung, die durch unterschiedliche therapeutische Interventionen beeinflussbar sei, mache eine umfassende und objektive Entschei­dungs­grundlage erforderlich. „Bisher gibt es nur wenige qualitativ hochwertige, unabhängige Gesundheits­infor­ma­tionen“, kritisieren die Leitlinienautoren.

Evidenzbasierte Gesundheitsinformationen stellten relevante Informationen zu Gesund­heitsentscheidungen „umfassend, verständlich, transparent, unverzerrt und objektiv dar. Sie beinhalten Informationen zu Verlauf und Auswirkungen von Erkran­kungen, Maßnahmen zur Gesunderhaltung (Prävention und Gesundheitsförderung), Früherkennung, Diagnostik, Behandlung, Palliation, Rehabilitation, Nachsorge, Pflege oder Krankheitsbewältigung“, heißt es in der Leitlinie. Der Nutzen und Schaden von Maßnahmen werden anhand patientenrelevanter Ergebnisparameter wie Mortalität, Morbidität und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität dargestellt. Grundlage der Erstellung sei ein transparentes methodisches Vorgehen.

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(Quelle: © hil/aerzteblatt.de)
 
 

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