Medizinischer Nutzen prallt auf regulatorisches Korsett

Das Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz (AMVSG) wurde nun auch vom Bundesrat gebilligt und kann noch dieses Jahr in Kraft treten. Die Chance, das Nutzenbewertungsverfahren für neue Arzneimittel à la AMNOG nachzubessern, wurde verpasst. Dabei wird die Kritik aus medizinischen Fachgesellschaften immer lauter. Im jüngsten Fall geht es um ein Medikament gegen Lungenkrebs. Es bekam ein „Zusatznutzen nicht belegt.“ Die Fachgesellschaften hingegen empfehlen es in der Erstlinientherapie: Es ist die Neuauflage eines Dilemmas.

Das AMNOG gibt es seit 2011 – und seitdem sind allein 90 Verfahren für Krebsmedikamente abgeschlossen worden. „Von den Innovationen in der Krebstherapie profitieren Patienten mit sehr unterschiedlichen bösartigen Erkrankungen, von Leukämien bis zum Melanom“, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) in einer Pressemitteilung.

Doch in jüngster Zeit häuft sich die Kritik aus dem Kreis der medizinischen Fachgesellschaften. Sie fürchten, dass das AMNOG-Verfahren oft ein zu starres Raster ist, um der medizinischen und klinischen Realität gerecht werden zu können. Das jüngste Beispiel: Das Lungenkrebsmedikament Crizotinib. Der Beschluss des letztendlich entscheidenden Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) lautet: „Zusatznutzen nicht belegt“. Die Fachgesellschaften hingegen – und das gilt national wie international – empfehlen das Mittel den betroffenen Patienten in der Erstlinientherapie. Erstlinientherapie bedeutet, dass dieser Wirkstoff zur Behandlung der Krankheit als am besten geeignet angesehen wird.

Weiter kann man nicht auseinanderliegen ...

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Quelle/Text: Pharma Fakten @ Xing
 
 

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