Fachgruppe „Biohybride Gefäße und Stents“

Nach wie vor stellen Gefäßerkrankungen in Industrienationen ein immer größer werdendes Problem dar. Die Behandlung hängt von der Art der Erkrankung, dem betroffenen Gefäß und dem Schweregrad ab. Bei arteriellen Erkrankungen spielen vor allem die Ausbildung von (Re-)Stenosen und Verschlüssen eine wichtige Rolle.

Zur Behandlung von Engstellungen und Verschlüssen der Blutgefäße haben sich in der klinischen Praxis die bildgeführte Implantation von Stents und die operative Versorgung mit Bypass-Gefäßen etabliert. Beide Verfahren führen zu einer sofortigen Verbesserung der Durchblutung, jedoch sind sie mit Komplikationen verbunden. Stents können durch Reizung der Gefäßwand eine erneute Engstellung oder durch direkten Blutkontakt eine Thrombose induzieren. Künstliche Blutgefäße (sogenannte Grafts bzw. Stentgrafts) können sich ebenfalls spontan durch Gerinnselbildung verschließen, insbesondere wenn sie dünn und lang sind.

Diese Probleme sollen durch neue Implantat-Konzepte adressiert werden: biohybride Blutgefäße und Stents. Darunter versteht man Implantate, die vor Implantation komplett mit dem körpereigenen Material des Empfängerpatienten umhüllt werden, dadurch eine Oberfläche mit biologischer bzw. biomimetischer Funktionalität erhalten und vom Organismus nicht mehr als Fremdkörper angesehen werden. Solche Implantate haben das Potenzial zu einer weit physiologischeren und langzeitstabileren Interaktion mit dem Organismus.

Zur Weiterentwicklung und klinischen Erprobung biohybrider Blutgefäße und Stents sind zahlreiche Kompetenzen erforderlich, die alle in diesem Translationsverbund vorhanden sind:
  • Bad Oeynhausen, Bochum, Düsseldorf, Essen, Köln/Bonn: klinische Spezifikationen und klinische Erprobung
  • Aachen: Blutgefäß- und Stent-Entwicklung, Bioreaktorsysteme für die Reifung biohybrider Implantate
  • Münster und Siegen: Nanostrukturierung und Biofunktionalisierung technischer Stützstrukturen (Scaffolds) biohybrider Implantate und Stents

Fachgruppenleitung Klinik

Chefarzt Univ.-Professor Dr. med. Giovanni Torsello
Direktor des Centrums für Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie des Universitätsklinikums Münster, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie des St. Franziskus-Hospitals in Münster. Lebenslauf
Kurzbeschreibung Tätigkeiten

Prof. Dr. med. Giovanni B. Torsello und Dr. rer. nat. Monika Herten (Biologin)
Klinik für Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie
Albert-Schweitzer-Campus 1
Gebäude W30
48149 Münster

Gefäßchirurgie des St. Franziskus-Hospital Münster
Hohenzollernring 72
48145 Münster
Website
Giovanni.Torsello@ukmuenster.de
+49 (0) 251 8345781 / +49 (0) 251 9353933
Monika.Herten@ukmuenster.de
+49 (0) 251 8351717

Fachgruppenleitung Wissenschaft

Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. Thomas Schmitz-Rode
Direktor des Instituts für Angewandte Medizintechnik – Helmholtz-Institut der RWTH Aachen und Universitätsklinikum Aachen Lebenslauf
Kurzbeschreibung Tätigkeiten

Prof. Dr. Thomas Schmitz-Rode
Institut für Angewandte Medizintechnik
Helmholtz-Institut der RWTH Aachen und Universitätsklinikum Aachen
Pauwelsstr. 20
52074 Aachen
Website
smiro@ame.rwth-aachen.de
+49 (0) 2241 8087111

Aktivitäten

Fachgruppentreffen „Biohybride Gefäße und Stents“ am 9. Mai 2016
Programm
 
 

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